Bremstrommel und -backen prüfen

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Ach was war das doch für ein interessantes Wochenende im Hangar. Einen Tag bevor ich in den Hangar fahren wollte habe ich gemerkt wie die Hinterbremse gequietscht hat wie Sau. Ist immer ein schönes Gefühl wenn man aufgrund von quietsch Geräuschen bei der Ampel alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zudem kommt das die Hinterbremse nicht so gut gebremst hat, der Bremsweg war viel zu lang.

Natürlich hatte ich wieder ein gutes Stück Respekt vor der Arbeit den um die Bremstrommel zu prüfen musste ich das Hinterrad lösen und die Bremstrommel öffnen. Nicht zuletzt alles wieder zusammenschrauben so dass die Bremsen noch funktionieren und ich nicht über die Kreuzung bremse.

Werkstatthandbuch

Zum Glück hatte ich das Werkstatthandbuch zur Hand, den bevor ich dieses öffnete habe ich mich gefragt wie ich das Hinterrad löse und ob ich hierzu die Schrauben bei der Kardanwelle öffnen muss.

Ein Blick in das Werkstatthandbuch und ich wusste gleich wie man das Hinterrad löst, es ist Schritt für Schritt beschrieben und ich musste weniger Schrauben lösen als gedacht.

Besonders hilfreich sind die Explosionszeichnungen im Werkstatthandbuch die Aufschluss darüber geben wie die zu lösenden Schrauben angebracht sind und welche Schrauben mit einem bestimmten Drehmoment angezogen werden müssen.

Hinterrad ausbauen

Um das Hinterrad auszubauen genügt es eigentlich den Mittelständer aufzustellen, ich habe einen Motorradheber benutzt. Danach bin ich folgender Reihenfolge vorgegangen:

  1. Achsmutter gelöst
  2. Achsklemmschraube gelockert aber nicht komplett rausgelöst
  3. Hinterachse rausgezogen
  4. Bremseinstellmutter gelöst
  5. Bremsmomentstrebenschraube gelöst

Als ich im Werkstatthandbuch dann auch gelesen habe wie die einzelnen Schrauben heissen, nahm ich an dass die Reaktion der Hinterradbremse möglicherweise auch etwas mit der Bremseinstellmutter zu tun hat. Habe ich mir einfach mal so gemerkt für den Fall der Fälle.

Bei der Bremsmomentstrebenschraube darauf achten dass der Splinter wieder eingefügt wird, wird wohl seinen Grund haben dass der dort eingebaut wurde 🙂

Danach konnte ich das Rad nach rechts ziehen und es vom Endantriebgehäuse lösen und abnehmen.

Bremstrommel und -backen reinigen

Als ich dann endlich Einblick hatte sah ich viel Dreck und zu meiner Überraschung war der Bremsbelag fast genau gleich wie bei den neuen Bremsbacken die ich gekauft hatte. Na ja, jetzt habe ich wenigsten bereits Ersatz für einen späteren Zeitpunkt. Das Quietschen konnte ich mir nicht erklären aber ich habe die Bremstrommel als auch die Bremsbacken mit Bremsenreiniger gut gereinigt.

In der letzten Abbildung sieht man noch wo ich dann nach der Reinigung die Kupferpaste reingeschmiert habe.

Und dann wieder alles rückwärts zusammenbauen, mit dem Drehmomentschlüssel die Schrauben anziehen und gut ist. Die Bremsen haben nicht mehr gequietscht aber die Reaktion beim betätigen der Hinterradbremse war immer noch zu schwach. Also habe ich die Bremseinstellmutter soweit angezogen bis ich die gewünschte Wirkung hatte. Und nun weiss ich wie ich das nächste mal Vorgehe und die Trommelbremsen prüfen kann.

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